Christian reviewed The Strength of the Few by James Islington (Hierarchy Reihe, #2)
Stark, aber fordernder als der Auftakt
4 stars
Nach The Will of the Many bin ich mit sehr hohen Erwartungen in The Strength of the Few gestartet. Der erste Band war für mich ein echter Pageturner: direkt, mitreißend, voller Spannung und mit einem Sog, dem man sich kaum entziehen konnte.
Der zweite Band ist anders. Er ist größer, komplexer und deutlich fordernder. Die verschiedenen Handlungsstränge machen die Geschichte vielschichtiger, nehmen ihr aber stellenweise auch etwas von der unmittelbaren Zugkraft des Auftakts. Ich habe länger für das Buch gebraucht und musste mich immer wieder neu orientieren. Gerade dadurch fühlt sich die Lektüre weniger mühelos an als beim ersten Teil.
Trotzdem bleibt James Islington ein Autor, der unglaublich gut Spannung aufbauen kann. Die Welt wird konsequent erweitert, die politischen und metaphysischen Fragen werden interessanter, und viele Entwicklungen wirken im Rückblick sorgfältig vorbereitet. Besonders stark ist, dass das Buch nicht einfach nur mehr vom Gleichen liefert, sondern die Konsequenzen …
Nach The Will of the Many bin ich mit sehr hohen Erwartungen in The Strength of the Few gestartet. Der erste Band war für mich ein echter Pageturner: direkt, mitreißend, voller Spannung und mit einem Sog, dem man sich kaum entziehen konnte.
Der zweite Band ist anders. Er ist größer, komplexer und deutlich fordernder. Die verschiedenen Handlungsstränge machen die Geschichte vielschichtiger, nehmen ihr aber stellenweise auch etwas von der unmittelbaren Zugkraft des Auftakts. Ich habe länger für das Buch gebraucht und musste mich immer wieder neu orientieren. Gerade dadurch fühlt sich die Lektüre weniger mühelos an als beim ersten Teil.
Trotzdem bleibt James Islington ein Autor, der unglaublich gut Spannung aufbauen kann. Die Welt wird konsequent erweitert, die politischen und metaphysischen Fragen werden interessanter, und viele Entwicklungen wirken im Rückblick sorgfältig vorbereitet. Besonders stark ist, dass das Buch nicht einfach nur mehr vom Gleichen liefert, sondern die Konsequenzen des ersten Bandes ernst nimmt und die Geschichte mutig in neue Richtungen öffnet.
Für mich reicht The Strength of the Few nicht ganz an die Wucht und Eleganz des ersten Bandes heran. Es ist stellenweise sperriger und braucht mehr Geduld. Aber es belohnt diese Geduld mit starken Ideen, einigen großartigen Momenten und einem Ende, das sofort wieder Lust auf den nächsten Band macht. Eine sehr starke Fortsetzung, nur eben keine ganz so leichtfüßige.