Christian reviewed Dungeon Crawler Carl by Matt Dinniman
Neues Achievement: Schlaf wird überbewertet
5 stars
Die Erde ist zerstört, die Menschheit beinahe ausgelöscht und die wenigen Überlebenden dürfen sich durch einen sadistischen Dungeon voller Monster, Fallen und vollkommen durchgeknallter Spielregeln kämpfen. Live übertragen für ein außerirdisches Milliardenpublikum. Als wäre das noch nicht schlimm genug, muss Carl das Ganze in Boxershorts und mit der Perserkatze seiner Exfreundin bestreiten.
Herzlichen Glückwunsch. Du hast soeben ein Buch gefunden, das du nicht mehr aus der Hand legen kannst.
Dungeon Crawler Carl ist ein hervorragender Roman für eine Generation, die mit Pen-and-Paper-Rollenspielen, Computerspielen und absurdem Science-Fiction-Humor aufgewachsen ist. Charakterwerte, Klassen, Fähigkeiten und Beutekisten sind hier keine bloßen Gimmicks, sondern selbstverständlicher Teil der Handlung. Trotzdem fühlt sich das Buch nie wie das Protokoll einer besonders langen Spielrunde an. Dafür ist es zu rasant, zu einfallsreich und vor allem zu komisch.
Die Nähe zu Per Anhalter durch die Galaxis liegt weniger in der Handlung als im Grundgefühl: Das Universum …
Die Erde ist zerstört, die Menschheit beinahe ausgelöscht und die wenigen Überlebenden dürfen sich durch einen sadistischen Dungeon voller Monster, Fallen und vollkommen durchgeknallter Spielregeln kämpfen. Live übertragen für ein außerirdisches Milliardenpublikum. Als wäre das noch nicht schlimm genug, muss Carl das Ganze in Boxershorts und mit der Perserkatze seiner Exfreundin bestreiten.
Herzlichen Glückwunsch. Du hast soeben ein Buch gefunden, das du nicht mehr aus der Hand legen kannst.
Dungeon Crawler Carl ist ein hervorragender Roman für eine Generation, die mit Pen-and-Paper-Rollenspielen, Computerspielen und absurdem Science-Fiction-Humor aufgewachsen ist. Charakterwerte, Klassen, Fähigkeiten und Beutekisten sind hier keine bloßen Gimmicks, sondern selbstverständlicher Teil der Handlung. Trotzdem fühlt sich das Buch nie wie das Protokoll einer besonders langen Spielrunde an. Dafür ist es zu rasant, zu einfallsreich und vor allem zu komisch.
Die Nähe zu Per Anhalter durch die Galaxis liegt weniger in der Handlung als im Grundgefühl: Das Universum ist riesig, bürokratisch, grausam und vollkommen bescheuert. Der Untergang der Welt wird zur Unterhaltungsshow, tödliche Gefahren werden mit albernen Belohnungen versehen und selbst in den schlimmsten Situationen bleibt noch Raum für einen trockenen Kommentar oder eine beleidigte Katze.
Dabei lebt das Buch vor allem von Carl und Princess Donut. Carl ist kein strahlender Held, sondern ein pragmatischer Überlebender mit wachsendem Zorn auf das System. Donut hingegen ist eitel, dramatisch, überraschend schlagfertig und selbstverständlich davon überzeugt, der eigentliche Star der Show zu sein. Vermutlich hat sie damit sogar recht.
Hinter dem Krawall, den Monstern und den derben Pointen steckt außerdem mehr, als man zunächst erwartet. Das Buch erzählt von Freundschaft, Manipulation, öffentlicher Inszenierung und dem Versuch, in einem unmenschlichen System anständig zu bleiben. Das sorgt dafür, dass die Geschichte nicht nur unterhaltsam, sondern auch erstaunlich mitreißend ist.
Eine völlig überdrehte, brutale und urkomische Mischung aus Rollenspiel, Science-Fiction und Weltuntergang. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte nach dem letzten Kapitel nur eines:
Nächstes Level.