Christian reviewed Die Straße by Cormac McCarthy
Zwischen Hoffnung und Asche
3 stars
Cormac McCarthy erzählt in Die Straße mit radikal reduzierter Sprache von einer Welt, in der fast alles Menschliche verbrannt, verhungert oder verloren gegangen scheint. Gerade diese Kargheit erzeugt eine bedrückende, fast greifbare Atmosphäre. Die Kälte, der Hunger, die Leere und die ständige Bedrohung liegen über jeder Seite.
Leichte Unterhaltung ist das ganz sicher nicht. Der Roman lebt nicht von Handlung im klassischen Sinn, sondern von Stimmung, Bildern und der unerbittlichen Konsequenz, mit der er seine trostlose Welt durchhält. Genau das ist beeindruckend – und zugleich für mich auch die größte Hürde. Mir war diese Reduktion stellenweise zu konsequent, zu entleert, zu wenig zugänglich.
Trotzdem entfaltet das Buch gerade dadurch eine enorme Wirkung. Die wenigen Lichtblicke, die kleinen Momente von Nähe, Fürsorge und Hoffnung, leuchten in dieser Dunkelheit umso stärker. Das macht den Roman eindringlich und in seiner Düsternis sehr konsequent.
Kein Buch, das ich wegen des Lesegenusses …
Cormac McCarthy erzählt in Die Straße mit radikal reduzierter Sprache von einer Welt, in der fast alles Menschliche verbrannt, verhungert oder verloren gegangen scheint. Gerade diese Kargheit erzeugt eine bedrückende, fast greifbare Atmosphäre. Die Kälte, der Hunger, die Leere und die ständige Bedrohung liegen über jeder Seite.
Leichte Unterhaltung ist das ganz sicher nicht. Der Roman lebt nicht von Handlung im klassischen Sinn, sondern von Stimmung, Bildern und der unerbittlichen Konsequenz, mit der er seine trostlose Welt durchhält. Genau das ist beeindruckend – und zugleich für mich auch die größte Hürde. Mir war diese Reduktion stellenweise zu konsequent, zu entleert, zu wenig zugänglich.
Trotzdem entfaltet das Buch gerade dadurch eine enorme Wirkung. Die wenigen Lichtblicke, die kleinen Momente von Nähe, Fürsorge und Hoffnung, leuchten in dieser Dunkelheit umso stärker. Das macht den Roman eindringlich und in seiner Düsternis sehr konsequent.
Kein Buch, das ich wegen des Lesegenusses im klassischen Sinn empfehlen würde – aber eines, das eine beklemmende Atmosphäre mit großer Wucht erschafft und noch lange nachwirkt.